Tokenisierung bedeutet, dass einzelne Menschen aus marginalisierten Gruppen sichtbar gemacht oder symbolisch eingebunden werden, ohne dass ihnen reale Entscheidungsmacht, Ressourcen oder struktureller Einfluss gegeben wird.
Tokenisierung zeigt Vielfalt nach außen, ohne tatsächlich Macht zu teilen. Migrantische Selbstorganisation darf nicht zur nachträglichen Legitimation bereits getroffener Entscheidungen genutzt werden — das würde Sichtbarkeit gegen echte Mitbestimmung ausspielen.
Die LAG lehnt laut Selbstverständnis „jede Form von Tokenisierung ausdrücklich ab“ und fordert stattdessen „reale politische Wirksamkeit: gleichberechtigte Beteiligung an Entscheidungen, Einfluss auf Inhalte und Personal sowie Zugang zu Ressourcen und Machtpositionen“.
Glossar Diskriminierung/Rassismuskritik — Universität zu Köln, Vielfalt