Rassifizierung bezeichnet den Prozess, in dem Menschen aufgrund zugeschriebener Merkmale wie Herkunft, Religion, Sprache, Kultur, Hautfarbe oder Namen gesellschaftlich markiert werden — unabhängig davon, wie sie sich selbst verstehen.
Rassifizierung ist damit eine Fremdzuschreibung, kein Selbstbild: Menschen werden von außen einer vermeintlichen Gruppe zugeordnet und dadurch gesellschaftlich, institutionell oder politisch markiert. Rassismus ist das strukturelle Machtverhältnis, durch das solche Zuschreibungen wirksam werden.
Die LAG versteht laut ihrem Selbstverständnis Migrations- und Fluchtgeschichte nicht als starre Kategorie, sondern als politische Positionierung, bei der „strukturelle Erfahrungen von Ausschluss, Zuschreibung und Rassifizierung“ maßgeblich sind.
Glossar Diskriminierung/Rassismuskritik — Universität zu Köln, Vielfalt