Postmigrantisch beschreibt eine Gesellschaft, die dauerhaft durch Migration geprägt ist und in der Migration nicht Ausnahme, sondern Normalität ist.
Der Begriff verweist nicht darauf, dass Migration „vorbei“ wäre (das „post“ bezieht sich nicht auf ein Ende der Migration), sondern darauf, dass migrationsgesellschaftliche Realität zum gesellschaftlichen Normalzustand geworden ist und entsprechend in Institutionen, Politik und Selbstverständnis abgebildet werden muss.
Das Selbstverständnis der LAG beschreibt NRW als „geprägt von Migration, Vielfalt und postmigrantischer Realität“, die sich auch in politischen Strukturen, Entscheidungen und Machtverhältnissen widerspiegeln müsse.
Glossar Diskriminierung/Rassismuskritik — Universität zu Köln, Vielfalt