Rassismus bezeichnet ein strukturelles Machtverhältnis, durch das Menschen aufgrund zugeschriebener Herkunft, Religion, Sprache, Kultur, Hautfarbe, Namen oder äußerer Merkmale abgewertet, ausgeschlossen oder ungleich behandelt werden.
Rassismus wirkt nicht nur individuell (etwa durch einzelne Vorurteile oder Beleidigungen), sondern strukturell: durch Gesetze, Institutionen, Sicherheits- und Migrationspolitik, den Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie das Bildungs- und Gesundheitssystem. Er ist damit ein politisches Machtverhältnis und kein bloßes zwischenmenschliches Kommunikationsproblem.
Im Selbstverständnis der LAG heißt es: „Rassismus ist kein Nebenwiderspruch.“ Der politische Ausgangspunkt der LAG ist unter anderem der Kampf gegen Rassismus als strukturelles Herrschaftsverhältnis, das auch durch Parteistrukturen, Entscheidungslogiken und politische Prioritätensetzungen wirkt.
Glossar Diskriminierung/Rassismuskritik — Universität zu Köln, Vielfalt