Intersektionalität beschreibt die Überschneidung mehrerer Differenzen und Diskriminierungsformen, etwa Rassismus, Sexismus und Klassismus. Die verschiedenen Kategorien werden dabei nicht einzeln betrachtet, sondern ergeben zusammen eine eigene Diskriminierungserfahrung.
Das Konzept liefert Analyseinstrumente, um Diskriminierung in ihrer Mehrdimensionalität zu beschreiben und zu bearbeiten, statt einzelne Diskriminierungsformen isoliert oder gegeneinander abzuwägen. Der Begriff kam in den 1990er-Jahren aus der Geschlechterforschung in den deutschsprachigen Raum.
Die LAG lehnt laut Selbstverständnis „bewusst ab, Unterdrückungs- und Diskriminierungsformen gegeneinander auszuspielen, selektiv zu behandeln oder hierarchisch zu ordnen“, da diese „intersektional“ wirken und entsprechend intersektional gedacht und gehandelt werden müsse.
Intersektionalität und Diversität — Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de)